Nach dem Abitur in der Nähe von Berlin habe ich im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres ein Kontrastprogramm zum Rein-Kognitiven einer Schülerkarriere gesucht, um anschließend in Potsdam und Dresden Kunst, Deutsch, Psychologie, Pädagogik und Soziologie zu studieren.

Sechs Jahre arbeitete ich als Gymnasiallehrerin in den Fächern Kunst und Deutsch und habe dies sichere Leben in einem engen System-Kontext aufgegeben, um mich über drei Jahre intensiv praktisch wie theoretisch mit dem systemischen Denken und Therapieansatz auseinanderzusetzen. Mir scheint es als einer der besten Wege, um möglichst stringent und zielführend Problemen – oder sollte ich besser sagen Lösungen? – zu begegnen. Meine Lehrtherapeuten haben mich gelehrt, einen stets wertschätzenden Blick auf Mensch und Leben, auf die Welt zu haben, neugierig und auch mit Humor meinen Klienten zu begegnen. Mir ist es wichtig, für die Menschen, die zu mir kommen, einen Raum zu eröffnen, in dem sie sein können. So sein können, wie sie sind, mit all Ihren Themen, ihrem Sein, Wollen und Werden. Dieses (So)-Sein-Dürfen ist für viele bereits der wichtigste und erste Schritt in die Verbesserung. Daraus ergeben sich Handlungen, neue Wege und Richtungen.

 

Ich habe immer die Erfahrung gemacht, dass das systemische Arbeiten aufrichtet und dahin führt, dass der Mensch wieder sein Leben selbst in die Hand nehmen kann. Ich durfte viele Menschen treffen, deren Begegnungen mich selbst reicher gemacht haben. Ich durfte heilige Momente erleben, in denen meine Klienten ganz authentisch waren. Ob mit Tränen oder tiefem befreiendem Lachen, im ersten Begreifen oder tiefem Verstehen, in neuen Sichtweisen und im Rückblick auf die Veränderung, die sie im Laufe unserer Beratung durchschritten.

Arbeit im Raum, mit Körper und mit vielfältigen Methoden
Da ich Kunst und Deutsch studiert habe, arbeite ich gern mit sprachlichen Bildern und im Raum und beziehe dabei die körperliche Komponente mit ein.
Meine Erfahrung zeigt mir, dass es insbesondere für Klienten mit psychosomatischen Begleiterscheinungen sehr hilfreich sein kann, vom Reden und damit vom Kopf wegzukommen und den Körper mit einzubeziehen, wieder einen Zugang zu ihm zu bekommen. Es gibt dazu viele Methoden, die eine Verbindung zum Körpergedächtnis und -gefühl (wieder) aufnehmen – im Sinne einer Ganzheitlichkeit.

Aufstellungsarbeit
Im Rahmen meiner Ausbildung und Tätigkeit habe ich auch mit Aufstellungen (nicht nach B. Hellinger) gearbeitet. Bei bestimmten Themen bietet es sich an, das Problem oder die (Konflikt-)Situation in einen größeren Kontext zu stellen und das gesamte System anzuschauen.

Beruflicher Werdegang

2004 Erstes Staatsexamen für das Lehramt Sekundarstufe I/ Primarstufe für die Fächer Deutsch und Kunst

2005 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien für die Fächer Deutsch und Kunst

2008 Abschluss des Referendariats mit dem Zweiten Staatsexamen

2008 – 2013 Tätigkeit als Gymnasiallehrerin in Potsdam in den Fächern Deutsch und Kunst

2013 – 2016 Weiterbildung zur Systemischen Beraterin & Therapeutin, Systemischen Paartherapeutin am IF Weinheim

seit 2017 in der Wahlheimat Oberschwaben in eigener Praxis tätig