Der hypnosystemische Ansatz ist eine Weiterentwicklung des von Milton Erickson entwickelten hypnotherapeutischen Konzeptes. In die Systemische Therapierichtung eingeführt haben es u.a. Gunther Schmidt sowie Steve de Shazer.

Mir gefällt an dieser Methodik die – für die gesamte Systemik geltende – Haltung der Wertschätzung. Meiner Ansicht nach wird diese Wertschätzung in der Hypnosystemik noch einmal verstärkt in der Auffassung des ‚Lernens von sich selbst‘, wie Gunther Schmidt es formuliert. Es wird nicht nur davon ausgegangen, dass die Lösung für ein Problem sich im Klienten selbst befindet und er nur gerade keinen Zugang dazu hat, sondern er wird selbst als Berater bzw. Therapeut für sich selbst angesehen, der intuitives Wissen gespeichert hat, das nur verfügbar gemacht werden muss. Dieses (unbewusste) Wissen ist in einer ‚archaischen‘ Form repräsentiert, in Bildern, Empfindungen und Gefühlen und man geht davon aus, dass dies als ‚weiseres‘ Wissen betrachtet werden kann als das Bewusste. Mit einem so verstandenen Schatz kann ein Lösungsprozess noch verstärkter eingeleitet und Kräfte genutzt werden.

Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.

Öden von Horváth